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Empfehlungen

Jocelyne Saucier

Niemals ohne sie

Suhrkamp Verlag, € 20

 

Wer das erste Buch "Ein Leben mehr" der kanadischen Autorin Jocelyne Saucier gelesen hat, weiß um ihre besonderen Utopien und Lebensentwürfe.

 

Ähnlich gewagt ist der zweite große Wurf - ganz wörtlich zu nehmen, denn wir erleben das wilde und zugleich innig-gemeinschaftliche Familienleben der 23-köpfigen Cardinals in einem entlegenen Ort Kanadas.

 

21 Kinder, die vor nichts und niemand Angst haben. Eine Mutter, die kaum die Küche verläßt, aber auf ihre Weise jedem einzelnen nahe ist. Ein verschrobener Vater, dem das Schürfen in der alten Zinkmine und das Leben mit dem Gestein alles bedeutet.

 

Wirklich alles andere als eine gewöhnliche Familie! Wer sich auf diese Roman einlässt, taucht ein in eine Welt, die aller Rauheit zum Trotz den Glauben an eine selbstbestimmtes, freies und gemeinschaftliches Leben feiert. Unbedingt lesenswert!

 

William Boyd

Blinde Liebe

Kampa Verlag, € 24,00

 

Brodie Moncur hat das absolute Gehör und gilt als Genie unter den Klavierstimmern. Als er in Paris dem grandiosen Pianisten John Kilbarron begegnet, nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Rasch zeigt sich, dass Brodies Künste unverzichtbar für Kilbarron sind. Gemeinsam feiern sie Triumphe in ganz Europa, führen in St. Petersburg ein luxuriöses Leben, das Brodie, aufgewachsen in einem schottischen Dorf als Sohn eines tyrannischen Pfarrers, sich nie hätte erträumen lassen. Und doch ist das alles für Brodie unwichtig. Denn der wahre Grund, weshalb er in die Dienste des genialen, aber unberechenbaren Pianisten eingetreten ist, ist dessen Geliebte, die russische Sopranistin Lika.


Brodie weiß, dass diese Liebe unmöglich ist, und setzt doch alles für sie aufs Spiel - auch sein eigenes Leben. Denn der Klavierstimmer, der mit wenigen Handgriffen über Erfolg oder Misserfolg eines Konzerts, ja einer Pianistenkarriere entscheiden kann, folgt seinem Herzen, das sich nicht umstimmen lässt.

 

Ein wunderbar geschriebenes Buch, das einen in die damalige Zeit und die Welt der Musiker eintauchen läst - und eine schöne Liebesgeschichte.

 

Lea Singer

Der Klavierschüler

Kampa Verlag, € 22,00

 

1986 verhindern ein paar Minuten Musik einen Selbstmord. Ein Barpianist lotst den Mann, den Schumanns Träumerei rettete, auf eine Reise

in die Vergangenheit - zu dem angstvoll gehüteten Geheimnis eines Jahrhundertpianisten.

 

1937 hatte Vladimir Horowitz in der Schweiz eine Affäre begonnen, mit der er seine ganze Karriere und seine Ehe mit Toscaninis Tochter aufs Spiel setzte. Vor sieben Jahren stieß Lea Singer auf brisante unveröffentlichte Briefe von Vladimir Horowitz an einen jungen Schweizer namens Nico Kaufmann.

 

Der begabte Sohn aus gutbürgerlichem Haus wurde 1937 sein erster Klavierschüler und sein Geliebter. Als Jude verfolgt, war Horowitz Ende der dreißiger Jahre zum Aufbruch ins Exil gezwungen. Ein Trauma, aber auch die Chance, sein Leben zu ändern, sich endlich zu sich selbst zu bekennen.

 

Fünfzig Jahre später erzählt Nico Kaufmann, zu einem Barpianisten herabgesunken, einem Unbekannten von dieser Liebe und ihren nächtlichen Seiten. Er führt den Fremden zu den Luxushotels, in denen Horowitz mit ihm zwei Jahre lang seine Leidenschaft im Verborgenen lebte, und immer näher heran an die brennenden Fragen: Wie viel Mut fordert die Liebe? Und was geschieht mit dem, der seine Sehnsucht verleugnet?

 

Ein packendes Buch über eine unmögliche Liebe in unmöglichen Zeiten, den Kampf eines Genies mit seinen "Dämonen" und die Macht der Musik.

 

 

 

Jonas Lüscher: Kraft

btb TB, € 10,00

 

Richard Kraft, angejahrter Professor der Rhetorik in Tübingen, würde sich gerne von der Gattin trennen - doch eine Scheidung ist teuer.

 

Hoffnungsschimmer: Das Preisgeld in Höhe von 1 Million Dollar für die beste Antwort auf eine bestimme philosophische Frage. Ort der Veranstaltung: Kalifornien, Silicon Valley

 

Und so macht sich Prof. Kraft, wahrlich kein Freund der digitalen Revolution, auf in die Höhle des Löwen.

 

Verstaubter Gelehrter meets digital natives: Ein satirischer Lesespaß ohnegleichen. Unvergesslich: Die Szene mit der Bootsfahrt...

 

 

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Schnee, Feuer, Schuld, Tod..... kein klassischer Krimi, sonder ein dichter Roman vor winterlicher Alpenkulisse, dessen verhängnisvolle Atmosphäre den Leser sofort gefangennimmt.

 

Frühe 50er Jahre: Der junge Historiker Max reist für Doktorarbeit über Thema Hexen in Tiroler Bergdorf und begegnet dort einer archaischen, von Aberglauben und Misstrauen geprägten Welt. Nach dramatischer Zuspitzung (Feindseligkeit der Dorfbewohner schlägt um in offene Aggression, tödliche Lawinenabgänge, Max gerät unter Mordverdacht) verschwindet der junge Historiker für immer von der Bildfläche...

 

Gut 50 Jahre später: John Miller aus Amerika macht sich auf die Suche nach Spuren seines verschollenen Cousins Max und versucht, Licht in dessen ungeklärtes Schicksal zu bringen..

 

Ein spannendes und sprachgewaltiges Sittenbild der 50er Jahre in den Tiroler Alpen!

 

 

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Franz Hohler: An liebsten aß der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo, Tiergedichte

Hanser Verlag, € 14,00

 

Heute sind wir faul und lassen einfach einen Text für sich sprechen: Endlich ist wieder ein neuer Band mit superwitzigen Kindergedichten von Franz Hohler erschienen, z. B.:

 

Ein großer grauer Wolf

Der spielte gerne Golf.

 

Das tat er noch und noch

Und traf doch nie ein Loch.

 

Er sagte: "Mir egal-

Spaß macht es allemal."

Recht hat er, der Wolf.…

 

 

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Deborah Levy: Heiße Milch

Kiepenheuer&Witsch, € 20,00

 

Ein bitterböser Roman, dessen Humor so beißend ist wie die auf dem Cover abgebildete Meduse:

 

Mutter und Tochter

 

Die Mutter leidet – woran genau,ist unklar. Gut, dass es da die treusorgende Tochter gibt, die sich Mamas Genesung zum Lebensinhalt gewählt hat. Alle Hoffnungen werden auf den Aufenthalt in einer Spezialklinik in Spanien gesetzt.

 

Doch die unorthodoxen Behandlungsmethoden des Klinikdirektors einerseits und die Bekanntschaft der Tochter mit der selbstbewussten und unkonventionellen Ingrid andererseits bringen Bewegung in das eingespielte Abhängigkeitsverhältnis….

 

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Wolf Haas: Junger Mann

Hoffmann und Campe, € 22,00

 

In seinem neuen Roman „Junger Mann“ nimmt uns Wolf Haas mit in seine Jugendjahre:

 

Der Ich- Erzähler, ein übergewichtiger und immer ums rechte Wort verlegener Internatsschüler, arbeitet in den Sommerferien an der Tankstelle und verliebt sich dort Hals über Kopf in die Dorfschönheit Elsa.

Leider die falsche Liga, denn Elsa ist zu alt für ihn, zu schön für ihn und außerdem verheiratet. Und zwar mit Tscho, dem coolsten LKW-Fahrer der Welt.

 

Doch der junge Mann verordnet sich eine strikte Diät und findet Mittel und Wege, sich der Angebeteten zu nähern. Und dann lädt der Tscho ihn ein, ihn auf seiner LKW-Tour nach Griechenland zu begleiten, und alles kommt ganz anders als gedacht…

 

Lakonischer Humor, filmreife Dialoge: ein Haas, wie er leibt und lebt!

 

 

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Michael Decar: Tausend deutsche Diskotheken

Ullstein Verlag, € 20,00

 

Der Roman ist eine rasante, aberwitzige Irrfahrt durch das Deutschland der späten 80iger Jahre und seine Diskotheken.

 

Bahnvorstand Mauke wird von einem anonymen Anrufer erpresst, und der einzige Hinweis auf dessen Identität ist, dass er aus einer Diskothek anrief, in der Madonnas "White Heat" gespielt wurde. Nun soll Privatdetektiv Frankie, selbst Stammgast in sämtlichen Münchner Diskotheken, den Erpresser finden. Mit seinem zucchinigrünen Opel Admiral durchkämmt er zuerst das Münchner Nachtleben, später die Diskotheken der gesamten Republik. Bald wird klar, dass er Teil eines Spiels ist, in dem es um Industriespionage, Doppelagenten, Verrat und Täuschung geht.

 

Im heißen Sommer des Jahres 1988 ist Frankie auf einem irren Trip, bei dem die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit zunehmend verwischen.

 

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Hugo Boris: Die Polizistin

Ullstein Verlag, € 20,00

 

Gehorsam oder Moral?

 

Drei Pariser Streifenbeamten müssen nach einem anstrengenden Arbeitstag noch eine Sonderschicht übernehmen: Sie sollen einen abgelehnten Asylbewerber zum Flughafen bringen, von dort soll er nach Tadschikistan abgeschoben werden. Ein Blick in die Akte, und Virginie ist klar, dass das für den Flüchtling einem Todesurteil gleichkommt. Gemeinsam mit Aristide und Érik steht sie vor einem Dilemma, aus dem es keinen Ausweg gibt.

 

Hugo Boris macht aus seinen Streifenbeamten weder Helden noch gewissenlose Befehlsausführer. Für die Recherche zu diesem Roman mit Krimi-Anklängen ist er fünf Monate lang mit französischen Polizisten Streife gefahren und hat ihren Alltag miterlebt.

Der Erzählton ist nüchtern und wertfrei - und trifft einen dafür um so härter…

 

 

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Peter Bichsel, Was wäre, wenn?

Kampa Verlag, € 22,00

 

Der Schweizer Autor Peter Bichsel ist der geborene Geschichtenerzähler und das seit über 50 Jahren. Für seine wunderbaren "Kindergeschichten" erhielt er 1970 den deutschen Judendliteraturpreis, damals schon war sein Thema: Was wäre, wenn?

 

Seine nun erschienen Gespräche mit Siglinde Geisel sind voll unterhaltsamer Anekdoten, die sein Leben und seine Zeit beleuchten. Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Input und Teil der neuen Gesprächsreihe des Kampa Verlages mit so interessanten Zeitgenossen wie David Bowie, Susan Sontag oder Levi-Strauss.

 

Stephen Fry: Mythos, Was uns die Götter heute sagen, Aufbau Verlag, € 24,00

 

Zügellosigkeit, Lebenslust, Mord und Totschlag, Triumph und Tragödie: Die griechischen Göttersagen sind wilder und wüster als das Leben selbst. Die alten Griechen inspirierten unter anderen Shakespeare, Michelangelo, James Joyce und Walt Disney.

In Stephen Frys brillanter Nacherzählung erwachen sie zu neuem Leben. Wir verlieben uns mit Zeus, sehen die Geburt der Athene und weinen mit König Midas. Meisterhaft und in bester Tradition des britischen Humors zeigt uns Stephen Fry die Bedeutung der griechischen Sagen für die Geburt der Literatur.

 

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"Herr Müller- Lüdenscheidt, lassen Sie die Ente zu Wasser"!

Wie könnte der Tag besser beginnen als mit einem Cartoon von Loriot?

Doch das ist nicht unser einziger Tagesabreißkalender: Egal, wofür sich der oder die zu Beschenkende interessiert: Wir haben für (fast) jeden den passenden Abreiß- oder Wandkalender: Der Irland-Fan bekommt den Irland-Kalender, die Literaturfreundin den Literatur-Kalender, wer gerne liest und gerne kocht, freut sich über den literarischen Küchenkalender, für Jazzfans gibts den Jazz-Kalender...
Kommen, stöbern und mit einem passenden Geschenk nach Hause gehen... Sie wissen, wo Sie uns finden.

 

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Anita Brookner: Ein Start ins Leben
Eisele Verlag, € 20,00

 

„Im Alter von vierzig Jahren wurde Dr. Weiss klar, dass die Literatur ihr Leben ruiniert hatte“. Einen Roman, der so anfängt, will man weiterlesen, vor allem als Buchhändlerin…

Wir hoffen, dass die Geschichte von Ruth Weiss Sie ebenso berühren wird wie uns. Ruths einzige Zuflucht in ihrem wenig liebevollen Elternhaus (Mutter Helen, einst gefeierte Schauspielerin, verbringt ihre Tage mit einem Drink in der Hand im Bett, Vater George sehnt sich nach einer Frau, die in der Lage ist, sich um sich selbst und ihr Zuhause zu kümmern) sind Bücher. Ein Studienjahr in Paris soll die große Wendung in Ruths Leben bringen. Dort erfährt sie zum ersten Mal, was Freiheit bedeutet. Wird sie hier endlich ihrer Einsamkeit entkommen?

Mit ihrem Roman „Ein Start ins Leben“ ist Anita Brookner eine außerordentlich kluge, einfühlsame und stellenweise sehr witzige Tragikomödie gelungen.

John Boyne: Cyril Avery
Piper Verlag, € 26,00

 

Ein wunderbar athmosphärischer Roman über einen jungen Iren auf der Suche nach sich selbst und ein Portrait Irlands der 40er Jahre und seiner streng katholischen Moral.

Als uneheliches Findelkind wächst Cyril Avery bei einem exzentrischen Dubliner Ehepaar auf, das ihn zwar versorgt, aber  mehr auch nicht. Auf dem katholischen Internat lernt Cyril den jungen Julian Woodbead kennen und eine innnige Freundschaft entsteht - bis Cyril mehr für Julian zu empfinden beginnt und sich dieser zurückzieht.

Einsam und verzweifelt verlässt Cyril letztendlich das Land - ohne zu wissen, dass diese Reise über Amsterdam und New York ihn an den Ort führt, nach dem er immer gesucht hat: Heimat.

Oliver Jeffers: Hier sind wir,
Anleitung zum Leben auf der Erde
Nordsüd Verlag, € 16,00

 

Der Autor und Künstler Oliver Jeffers erklärt  in diesem Buch seinem kleinen Sohn die Welt mit wunderschönen Bildern und Texten. Es entsteht gewissermaßen eine Gebrauchsanweisung für unser gemeinsames Dasein auf der Erde und lädt zum Gespräch und Nachdenken ein - wunderschön für Kinder und Eltern!

Luce D'Eramo: Der Umweg
Klett-Cotta, € 24,00

 

Luce D'Eramos Vater war Staatssekretär unter Mussolini und sie selbst bewunderte schon als Jugendliche den deutschen Nationalsozialismus. Sie kann aber die Nachrichten von Konzentrationslagern nicht glauben und macht sich 1944 als 18-jährige auf den Weg nach Deutschland.
Luce meldet sich freiwillig als Fremdarbeiterin der IG Farben in Frankfurt-Höchst. Entsetzt von den Arbeitbedingungen organisiert sie Streiks und läßt sich nicht nach Italien zurückschicken. Letztendlich kommt sie ins KZ Dachau, kann durch die Abwassserkanäle Münchens fliehen und irrt als Illegale durch Deutschland.
Nach dem Krieg zählt Luce D'Eramo zu den wichtigsten italienischen Intellektuellen.

Ulrich Hub: Das letzte Schaf
Carlsen Verlag, € 13,00

 

Was ist das nur für ein helles Licht, das die Schafe inmitten einer Winternacht aus dem Schlaf reißt? Und wo sind eigentlich ihre Hirten geblieben? Wurden sie vielleicht von einem Ufo entführt? Oder hat das Ganze etwa mit diesem Mädchen zu tun, das in einem nahegelegen Stalll geboren worden sein soll? Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, begebn sich die Schafe auf eine abenteuerliche Nachtwanderung. Doch schon bald haben sie das erste Schaf verloren...Hintersinnig und rasend komisch!

Kent Nerburn: Nicht Wolf nicht Hund, Auf vergessenen Pfaden mit einem alten Indianer
Verlag C.H.Beck, € 19,99

 

Unvergessene Charaktere, indianische Weltsicht, Witz und Ironie,  Geschichtswissen- und schreibung: all das und noch mehr finden Sie in diesem Roadmovie mit zwei Indianern, einem alten Hund und dem Autor, einem weißen Amerikaner.

Dem Autor Kent Nerburn gelingt diese romanhafte autobiographische Erzählung so unterhaltsam und eindrucksvoll, dass wohl niemand ein Auge zumacht, bevor nicht auch die letzte Seite gelesen ist.

Paula McLain: Hemingway & ich
Aufbau Verlag, € 24,00

Martha Gellhorn führte ein aufregend untypisches Leben als junge Frau Anfang des 20.Jahrhunderts. Sie folgt  ihrem Vorbild Hemingway als Reporterin in den spanischen Bürgerkrieg und beginnt damit ihre Karriere als  Kriegsberichtserstatterin.  Was sie immer wieder an die Kriegsschauplätze der Welt und immer wieder in die Arme von Hemingway treibt, wie sich beide schriftstellerisch und als Paar ergänzen  und Gellhorn doch ganz ihren eigen Weg geht - das weiß die Autorin McLain vor dem Hintergrund der weltpolitischen Ereignisse grandios zu schildern.  

Judith Burger: Gertrude Grenzenlos
Gerstenberg Verlag, € 12,95

Gertrud eist neu in Inas Klasse und ist anders als alle Mädchen, die Ina kennt. Sie trägt Westklamotten, ihr Vater ist Schriftsteller und die Familie hat einen Ausreisantrag gestellt. Zum ersten Mal hat Ina eine beste Freundin und merkt nun, dass diese Freundschaft nicht erwünscht ist. Das will sie sich nicht gefallen lassen..

Ein sehr gelungener Einblick für 10-12-jährige LeserInnen in die Zeit der DDR. Und eine wunderbare Freundschaftsgeschichte zweier Mädchen, die füreinander einstehen. Und wer Gertrude Stein noch nicht kennt, lernt auch diese kennen!

Philipp Blom: Eine italienische Reise
Habser Verlag, € 26,00

Um 1700 machte sich ein Geigenbauer aus dem Allgäu auf den Weg nach Italien. Eines seiner Instrumente ist in süddeutscher Tradition gebaut, aber vermutlich in Venedig fertiggestellt. Der Historiker Philipp Blom hat diese Geige entdeckt. Er bespielt sie selbst und ist fasziniert von ihrem Klang.

Er begibt sich auf Spurensuche. Wir erfahren von einem Netzwerk, in dem bereits vor mehr als 300 Jahren Menschen, Waren und Wissen durch Europa zirkuulierten. Ein ungewöhnlicher Einblick in die europäische Geschichte und Kultur des 18. Jahrhunderts!

Odo Lindberg: Udo
Kiepenheuer&Witsch, € 24,00

"Stell Dir vor, Du gibst eine Party, und das Ganze dauert ein bisschen länger. Nicht bis zum Morgengrauen. Nicht zwei odr drei Tage. Eher vierzig Jahre. So genau weißt Du es nicht mehr. Es ist schließlich eine Party, und da kann es schon mal passieren, dass man den Überblick verliert."

Viel Spaß mit Udo Lindenberg!!

Yotham Ottolenghi: Simple. das Kochbuch
Dorling Kindersley, € 28,00


Wer essenspolitisch für die kommenden Tage noch unentschieden ist, der werfe einen Blick in Ottolenghis neues Kochbuch!

Der Name ist Programm, denn die über 100 Rezepte sind erstaunlich einfach zuzubereiten und trotzdem nicht nur für Anfänger interesssant.

Das klare Layout und die schöne Fotografie komplettieren den Genuß.

Guten Appetit!

Valija Zink: Drachenerwachen
Fischer Verlag, € 14,00

Eine Koffer - Verwechslung zu Beginn führt zu aufregenden Abenteuern, die alle 10-jährigen mit Spaß und Begeisterung lesen werden!  In dem (fremden) Koffer der uninteressanten Nachbarin befindet sich ein Ei aus dem nicht das Urmel, aber ein Drachenkind schlüpft. Das stellt die Nachbarschaft und das Leben der Geschwister Janka und Johann und Frau Tossilo gehörig auf den Kopf.
Schlaflose Nächte mit Taschenlampe garantiert...

Markus Mauthe: Lost, Menschen an den Rändern der Welt, Knesebeck, € 50,00

Der Fotograf und Umweltaktivist  Markus Mauthe gibt mit diesem faszinierenden Bildband allen Menschen an den Rändern der Welt eine Stimme.
Und verschweigt nicht, dass immer noch und immer mehr die Lebensräume durch unseren ressourcenverschwendenden westlichen Lebensstil und wirtschaftliche Interessen gefährdet sind.

 

Eine "Randnotiz der Musikgeschichte" hat Ralf Günther zu einer farbigen und fein gezeichneten Novelle verarbeitet. "Als Bach nach Dresden kam"  greift Quellen aus dem Umfeld Johann Sebastian Bachs auf, die von einem Tastenwettstreit zweier berühmter Organisten im September 1717 am Dresdner Hof berichten. Niemand geringerer als Johann Sebastian Bach soll auf Einladung seines Fürsten August des Starken gegen den französischen Tastenvirtuosen Louis Marchand, ehemals Hofmusiker am Hof des Sonnenkönigs, Ludwig des XIV. angetreten sein.

Historisch stilecht - und in den musikgeschichtlichen Details belastbar! - schmückt der Autor seine Anekdote aus, spitzt die Gegensätze der Charaktere und die Handlung dramatisch zu und würzt mit einer kleinen, am Rand erzählten Liebesgeschichte. Für Liebhaber historischer Miniaturen à la Stefan Zweig - nicht nur für Klassikfans oder Orgel-Aficionados.

 

Ralf Günther, "Als Bach nach Dresden kam", Kindler Verlag Oktober 2018

                                    

Der Autor Alex Rühle ist den Münchnern als Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung bekannt und hat jetzt ein erstes Kinderbuch veröffentlicht: "Zippel,das wirklich wahre Schloßgespenst".

Was ist an Zippel denn wirklich wahr? Daß er nicht, wie immer angenommen, in einem (Königs)Schloß lebt, sondern tatsächlich im Türschloß eines echten Münchner Mietshauses. Zippel ist ein sehr pfiffiger, verschmitzter, hellwacher Vertreter seiner Gattung und es ist ein Vergnügen, seiner Geschichte zu folgen, bewegt sie sich doch immer ganz haarfein neben den Klischees und dem Erwartbaren entlang und unterhält auf intelligente Art, ohne sich mit Action, Message, Grusel oder pädagogischem Anspruch zu belasten.

 

Ein (Vor-) Lesevergnügen für alle ab 6 J!

                                                                    

Ein eiskalter Ort an der Grenze zu Nordkorea: Ein französischer Künstler und die junge Angestellte der schäbigen Pension erkunden bei langen Spaziergängen die Umgebung und kommen sich dabei näher. Beide suchen nach einem Neuanfang. Sie will dem tristen Leben entfliehen, er sucht in der Abgeschiedenheit Inspiration.

Mehr nicht und doch so viel: Die große Kunst von Elisa Dupasin besteht darin,  kleine alltägliche Begebenheiten sehr klug zu beobachten und dafür eine Sprache zu finden, die knapp und nüchtern beschreibt und dennoch wie zwischen den Buchseiten schwebt. Der aktuelle weltpolitische Bezug ist zusätzlich reizvoll.                                           

 

Elisa Shua Dusapin: Winter in Sokcho, Blumenbar Verlag, Berlin 2018

Erscheint am 14. September!

 

Wer Kinderbücher mag, verkauft, verschenkt oder vorliest, kann an Rotraut Susanne Berner nicht vorbeigekommen sein..die bekannte und sehr geliebte Illustratorin der Wimmelbücher und der Karlchen-Reihe- um nur die populärsten ihrer Bücher zu nennen - wird 70! Als Hommage hat der Gerstenberg Verlag seiner prominenten Illustratorin "Sammel & Surium, Bücher und Bilder aus 40 Jahren" gewidmet.

Der sehr sehenswerte Band enthält Würdigungen von Axel Scheffler und Benedikt Erenz, eine Biographie und ein umfangreiche Werksbibliographie. Es ist eine Entdeckung, wie vielseitig und vielschichtig Berner illustriert und damit auch immer "kommentiert". Blick und Strich sind stets liebevoll, menschlich und zugewandt und gehen doch tiefer, als man es auf den ersten Augenschein vermuten mag: Berners Illustrationen, Interpretationen öffnen den Textraum ohne jedes Pathos, ohne jede Süße und andere Geschmacksverstärker. Sie zeigen die Möglichkeit einer heiteren, gelassenen, getrösteten Gegenwart, selbst da, wo Melancholie sich dreinmischt. Denn - das versteht sich- diese Kunst ist nicht immer heiter. Aber immer vital. Immer dem Leben zugewandt, dem Tun und Machen, und der Fantasie mehr als dem Traum. (Benedikt Erenz)

Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung vom 18. August bis 18. November 2018 im Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst, Hannover.

                                     

Rotraut Susanne Berner, Sammel & Surium, Bücher und Bilder aus 40 Jahren,

Gerstenberg Verlag 2018

Wie sich aus einer Schulaufgabe ein echtes, richtig wildes Abenteuer entwickeln kann, davon erzählt Silke Lambeck in " Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich".

Matti und Otto tun sich zusammen, um die Aufgabe ihrer Musiklehrerin zu erledigen.

Ein Rap muss her- texten, singen, tanzen und das Video drehen. Wie sie Inspiration finden, einen beinahe gentrifizierten "Späti" und seinen Besitzer vor der Entmietung bewahren, einen echten Rapper ("Bruda Berlin") als Unterstützer und Coach gewinnen und sich der Zumutungen eines ganz normalen Kinderlebens in einem Berliner Kiez erwehren, hat Tempo, Witz und feine Ironie. Auch die Erwachsenen - bloggende, patchworkende, alleinerziehende, datende Elternteile- kriegen ordentlich ihr Fett ab.  Empfohlen ab 8.

                                     

Silke Lambeck: Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich. Mit Bildern von Barbara Jung,

Gerstenberg Verlag 2018

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